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Nils Mirbach | agile | PMP

Die Zukunft der Medizin

Ich beschäftige mich von jeher mit der Digitalisierung von Gesundheit. Von der kleinsten, pragmatischen Verbesserung bis hin zu den großen Fragen der Menschheit ist alles dabei.

Jetzt bin ich über jemanden gestolpert, der ganz in meiner geografischen Nähe über die großen Fragen ein Buch geschrieben hat. Da ist viel Gutes dabei – das möchte ich euch vorstellen.

Der letzte Patient? Wie KI unsere Medizin revolutioniert – und was das für uns bedeutet

Stell dir eine Zukunft vor, in der du nicht mehr zum Arzt gehst, weil du krank bist – sondern weil deine Daten anzeigen, dass du es in fünf Jahren werden könntest. Eine Welt, in der Herzinfarkte oder Stoffwechselerkrankungen verhindert werden, bevor die ersten Symptome überhaupt spürbar sind.

Klingt nach Science-Fiction? Genau diese Vision beschreibt der Mediziner und KI-Experte André T. Nemat in seinem Buch „Der letzte Patient – Warum wir in Zukunft nicht mehr krank werden müssen“. Doch während die Technologie das Versprechen einer völlig neuen Gesundheitsversorgung gibt, wirft sie gleichzeitig fundamentale ethische und menschliche Fragen auf.

Ein Blick auf die Chancen, die Gefahren und das, was die Medizin von morgen ausmacht.

1. Vom Reparaturbetrieb zur vorausschauenden Prävention

Unser heutiges Gesundheitssystem ist im Grunde ein Reparaturbetrieb: Wir warten, bis etwas kaputt geht – sei es ein Organ, ein Gelenk oder der Stoffwechsel –, und versuchen es anschließend zu reparieren. Das ist nicht nur teuer und ressourcenintensiv, sondern für Betroffene oft mit vermeidbarem Leid verbunden.

Mit dem Einzug Künstlicher Intelligenz steht die Medizin vor einem Paradigmenwechsel:

  • Prädiktive Diagnostik: KI-Systeme erkennen Muster in Biomarkern und Vitaldaten lange bevor ein Mensch Symptome zeigt.
  • Proaktive Gesundheit: Der Schwerpunkt verlagert sich von der Heilung akuter Krankheiten hin zur langfristigen Erhaltung der Gesundheit.
Traditionell:   Symptom  ───────────> Diagnose ───────────> Therapie (Reparatur)
Zukunft mit KI: Datenanalyse ───────> Risikoprognose ─────> Prävention (Vorbeugung)

2. Der Digitale Zwilling: Testlauf am virtuellen Ich

Eine der spannendsten Technologien in Nemats Vision ist der Künstliche bzw. Digitale Zwilling. Dabei handelt es sich um ein hochkomplexes, datenbasiertes Abbild der individuellen menschlichen Biologie.

An diesem virtuellen Modell lassen sich Krankheitsverläufe oder die Wirkung von Medikamenten risikofrei simulieren:

  • Welche Ernährung senkt das individuelle Entzündungsrisiko am effektivsten?
  • Wie reagiert der Körper auf eine spezifische Krebstherapie, bevor die erste Infusion fließt?

Durch solche Simulationen wird Medizin erstmals wirklich personalisiert – weg von Pauschaltherapien, hin zu maßgeschneiderten Präventionsstrategien.

3. Die Schattenseiten: Überdiagnostik und das Gefühl permanenter Bedrohung

So vielversprechend die Technologie klingt: Wie Nemat unter anderem im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung betont, bringt der Dauerzustand der Datenanalyse auch neue Belastungen mit sich.

ChancePotenzielle Gefahr
Frühzeitige Erkennung von RisikofaktorenGläserner Patient: Dauerhafte Selbstüberwachung erzeugt Unsicherheit und Stress.
Risikofreie Simulation von TherapienÜberdiagnostik: Nicht jedes digitale Risiko führt zwangsläufig zu einer echten Erkrankung.
Entlastung des Personals durch AutomatisierungZwei-Klassen-Medizin: Ungleicher Zugang zu teuren High-Tech-Präventionssystemen.

Wenn wir jeden Tag aufs Neue von Algorithmen gesagt bekommen, welche Risiken in uns schlummern, läuft die Menschheit Gefahr, sich permanent als „potenziell krank“ zu definieren.

4. Mehr Zeit für das Menschliche? Die neue Rolle der Ärzte

Ein zentraler Punkt im Diskurs um KI in der Medizin ist die Sorge, Algorithmen könnten den menschlichen Arzt ersetzen. Nemat sieht darin jedoch eine Chance: Wenn die KI die Analyse riesiger Datenmengen übernimmt, gewinnen Ärztinnen und Ärzte Freiraum zurück.

  • Algorithmen übernehmen: Mustererkennung, Bildauswertung, Datenabgleich.
  • Menschliche Ärzte fokussieren sich auf: Empathie, Aufklärung, emotionale Begleitung und gemeinsame Entscheidungsprozesse.

Die Grundvoraussetzung: Das Gesundheitssystem darf diesen Zeitgewinn nicht nutzen, um Prozesse rein ökonomisch weiter zu verdichten, sondern muss den Raum für die menschliche Arzt-Patienten-Beziehung gezielt schützen.

Fazit: Die Zukunftsaufgabe für Gesellschaft und Technik

Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, das Leiden von Millionen Menschen zu reduzieren und das Konzept des „Patientenseins“ grundlegend zu verändern. Doch der Schlüssel zu einer besseren Medizin liegt nicht allein in klügeren Algorithmen.

Wir müssen als Gesellschaft entscheiden, wie wir mit unseren Gesundheitsdaten umgehen wollen, wie wir Barrierefreiheit garantieren und wie wir sicherstellen, dass bei aller Technologie das Wichtigste nicht verloren geht: die Menschlichkeit.

Der kreative Prozess – by Rick Rubin

Wir alle sind Kreative! Wie können wir unsere kreative Energie nutzen und Dinge schaffen? Wie können wir mit der Welt resonieren und etwas für die Ewigkeit hinterlassen?

Einleitung

Rick Rubin ist bekannt als einer der einflussreichsten Musikproduzenten aller Zeiten. Seine Erfahrungen und seine Welt-Sicht zum Thema Kreativität ist unglaublich inspirierend. Glücklicherweise hat er sie in seinem Buch „The Creative Act by Rick Rubin“ für uns alle aufgeschrieben.

Verstehe dich selbst und das was du magst! Warum ist Rick so verdammt erfolgreich als Produzent so vieler Musiker? Er hat eine starkes Bewusstsein über sich selbst und seine Gefühle und kann dies wunderbar kommunizieren. So unterstützt er den kreativen Prozess der Künstler und begleitet sie zu großartigen Ergebnissen.

Meine Interpretation des kreativen Prozesses

Phase 1 „Samen sammeln“

Kontrolliere deinen Input!“ Dieser Teil könnte ein klassischer „Achtsamkeits-Apell“ sein und ist es auch. Der für mich wichtige Aspekt und Fokus liegt auf dem Ausschließen von Ablenkungen um eine Antenne zu haben und offen für alle Einflüsse der Umwelt/des Universums zu sein. Inspiration gibt überall in der Welt um dich herum! Sei ein wachsamer Sammler!

Rick sagt, dass wir als Kreative das Medium sind um Kreativität „geschehen zu lassen“. Es wird kanalisiert und geschieht nicht „aus uns heraus“. Wir sind „mehr Entdecker als Erzeuger“. Für mich auch ein spannender Input in die Diskussion „Kann KI kreativ sein?

Phase 2 „Samen sprießen lassen“

In dieser Phase geht es darum zu experimentieren und auszuprobieren. Schaffe die Voraussetzungen und warte darauf was passiert. Stelle Fragen. Lasse ungewöhnliches zu.

Mich erinnert dies u.a. an die Grundprinzipien von Design Thinking. Wer für diese Phase einen elaborierten Prozess sucht schaut z.B. hier: adesso Blog zu Design Thinking Diese Phase profitiert extrem von Kollaboration.

Phase 3 „Der Schaffensakt“

Hier spielt sich die Musik ab. Wie er gestaltet wird ist extrem individuell. Gute allgemeingültige Tipps sind

  • Erzeuge einen festen, konsistenten Rahmen und Routine für deinen kreativen Prozess
  • Hänge die Messlatte niedrig – wichtig ist ins Tun zu kommen
  • Akzeptiere deine Angst vorm Scheitern
  • Authentizität ist wichtiger als Perfektionismus
  • Erlaube dir Spaß zu haben
  • Testen von Ideen und Anpassung bleibt wichtig (Hier ist die Verknüpfung zu der uns so bekannten Agilität)

Wichtig ist, dass du etwas kreierst und auch abschließt. In Phase 3 sind deadlines essentiell. Motiviere dich ein Projekt zu beenden indem du dich auf das nächste Projekt freust! Beginne direkt wieder mit Phase 1 (eigentlich höre nie auf damit).

Ein guter Tipp von Neil Gaiman: Gib dir nur 2 Optionen: Tue nichts! – oder schreibe. Du musst nicht schreiben, aber sehr schnell wird Schreiben interessanter als „Nichts tun“

Authentizität bewirkt beim Rezipient ein Gefühl des „wir sind hier in diesem Akt zusammen“ Es resoniert mit dem Publikum. Es entsteht ein Gefühl der Gemeinschaft.

Quellen:

Tags: #creativity, #designThinking

Rick Rubin on wiki: https://en.wikipedia.org/wiki/Rick_Rubin

Design Thinking: https://www.adesso.de/de/themen/design-thinking/index.jsp

Huberman Lab – Mein initialer Einstieg in das Thema und ein großartiger Podcast zu vielen Themen: https://hubermanlab.com/rick-rubin-how-to-access-your-creativity/

Kreativität und KI: https://www.adesso.de/de/news/blog/kuenstliche-kreativitaet-kann-eine-ki-kreativ-sein.jsp

Link-Tipp: Wie kreativ ist Künstliche Intelligenz wirklich? (tagesschau.de)
https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/ki-kreativitaet-101.html

Achtsames Arbeiten – Mittagessen

Well, we all just wanna be big rockstars/projectmanagers
And live in hilltop houses, driving 15 cars
The girls come easy, and the drugs come cheap
We’ll all stay skinny, ‚cause we just won’t eat

Songwriter: Chad Kroeger / Ryan Peake / Daniel Adair / Michael Kroeger

Wir alle kennen das. Die letzten freien Slots im Kalender sind irgendwo zwischen 12 und 14 Uhr. Aber wir müssen heute noch diese wichtige Aufgabe besprechen. Zack! Kalender voll und irgendwann um 17 Uhr fragen wir uns warum Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen sich heute wieder bemerkbar machen.

Der Trent geht zum täglichen 30 Minuten Blocker. Das ist nur eine Möglichkeit – wichtig ist sich irgendwann Zeit zu nehmen und Energie zu tanken. Am besten nicht am Arbeitsplatz sondern verbunden mit einem Orts- und Perspektivwechsel.

Unternehmen sollten darauf achten, dass Mitarbeiter achtsam mit sich umgehen. Es muss in der Kultur verankert sein und kann durch zusätzliche Programme gefördert werden. Ein Beispiel dafür ist adesso mind: https://www.adesso.de/de/unternehmen/mind/index.jsp

RESCRUM Story

REquirenments Engineering to SCRUM in Stories

Nachdem wir 2016 tagelang versucht haben eine Brücke für unser Projekt zu finden, sind Thilo und ich auf eine elegante Art und Weise gekommen, Requirenment Engineering (seine Kunst) und agiles Projektmanagement (mein Part) zusammen zu bringen. RESCRUM war geboren!

An dieser Stelle werde ich euch schreiben was die Kern-Elemente dessen sind und wie sie auf natürliche Weise mit Use Case 2.0 von Ivar zusammenpassen.

Use-Case 2.0 Quelle: https://www.ivarjacobson.com/publications/white-papers/use-case-ebook

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